Neues aus dem Kultusministerium

Erweiterung der Möglichkeiten zur Teilnahme an der Nachprüfung sowie für das Vorrücken auf Probe

Mit dem Ziel, die Wiederholerquote zu senken, werden die Möglichkeiten zur Teilnahme an der Nachprüfung sowie für das Vorrücken auf Probe erweitert. An der Nachprüfung können künftig auch bereits Schülerinnen und Schüler der 6., nicht wie bisher nur der 7. bis 9. Jahrgangsstufe teilnehmen. Ein Ausschluss von der Nachprüfung erfolgt nur noch, wenn ein Schüler in mehr als drei Fächern schlechtere als ausreichende Noten oder mehr als einen Sechser oder zwei Fünfer in Kernfächern erzielt hat. Bisher war die Teilnahme nur bei maximal einer Sechs oder zwei Fünfern in allen Vorrückungsfächern möglich. Auf Probe vorrücken können künftig Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 mit 9, wenn sie einen Sechser oder zwei Fünfer in den Vorrückungsfächern erzielt haben und dabei in den Kernfächern nicht öfter als einmal die Note Fünf vorliegt. Die Möglichkeit zum Vorrücken kann eingeräumt werden, wenn die Eltern einen entsprechenden Antrag stellen und die Lehrerkonferenz der Ansicht ist, dass die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können (Probezeit bis 15. Dezember).

Regelungen für Schüler des neunjährigen Gymnasiums, die eine Jahrgangsstufe im achtjährigen Gymnasium wiederholen müssen

Um Schülerinnen und Schülern des neunjährigen Gymnasiums, die eine Jahrgangsstufe im achtjährigen Gymnasium wiederholen müssen, beim Übergang zu unterstützen, können die Schulen, in besonderen Fällen auch das Ministerium, Einzelregelungen vornehmen. Allgemein gilt für die betroffenen Schüler eine längere Höchstausbildungsdauer. Sie werden in der entsprechenden Jahrgangsstufe nicht als Wiederholungsschüler eingestuft. Auch die freiwillige Wiederholung der nächstniedrigeren Jahrgangsstufe ist möglich und wird nicht auf die Höchstausbildungsdauer angerechnet.